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Mathias Kindgen ist der „König der Könige“ Drucken E-Mail
Presseberichte - 2019
Geschrieben von: NGZ Online   
Mittwoch, den 26. Juni 2019 um 00:00 Uhr
ngz 20190626

Elke Milk und Mathias Kindgen.

Foto: Georg Salzburg(salz)

Nettesheim. Neuer „Gesamtkönig" der drei St. Sebastianus-Bruderschaften aus Nettesheim-Butzheim, Frixheim und Anstel ist Mathias Kindgen. Auf dem Schießstand in der Butzheimer Begegnungsstätte Alte Schule konnte sich der Frixheimer Schützenkönig des Jahres 1995/1996 jetzt gegen 13 Mitbewerber aus allen drei Bruderschaften mit dem 111. Schuss behaupten.

Der neue „König der Könige" lebt in Butzheim und wird gemeinsam mit Königin Elke Milk regieren. Aktiv ist er ebenso wie sein Sohn Patrick im Tambourkorps. Bei Matthias Schlömer, dem Präsidenten der Frixheimer Bruderschaft, war die Freude natürlich groß. Dies gilt nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass Frixheim damit in der „Binnenkonkurrenz" mit den beiden anderen Bruderschaften wieder gleichgezogen hat.

Bei dem mittlerweile zum achten Mal ausgetragenen Wettbewerb hatten vier Mal Kandidaten aus Nettesheim-Butzheim und vier Mal solche aus Frixheim die Nase vorn. Noch nie gewonnen hat ein Ansteler. Dies ist umso bemerkenswerter als der Ansteler Peter Kirschbaum die Idee zu diesem Wettbewerb hatte, der seither stets beim Pfarrfest der katholischen Gemeinde St. Martinus ausgetragen wird, zu der alle drei Bruderschaften gehören. Startberechtigt sind die amtierenden wie ehemaligen Könige der Bruderschaften.

Kirschbaum hatte seinen Vorschlag damit begründet, das Zusammengehörigkeitsgefühl der drei einst vereinten, jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg getrennt marschierenden Bruderschaften zu stärken. Noch heute firmiert etwa die Bruderschaft Nettesheim-Butzheim explizit als „Sektion" der St. Sebastianus-Bruderschaft. Die führt ihre Gründung auf das Jahr 1300 zurück und ist damit die älteste im weiten Umkreis. Urkundlich wurde sie sogar schon 1296 erstmals erwähnt, wie der Ende 2018 verstorbene Lokalhistoriker Josef Schmitz schon in den 1980er Jahren herausgefunden hatte. Die Gewinnertrophäe hatte 2012 der damalige Nettesheimer Brudermeister Andreas Heinrichs gestiftet.

(S.M.)

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 20. Juli 2019 um 07:44 Uhr