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Presseberichte - 2008
Geschrieben von: NGZ Online   
Donnerstag, den 18. September 2008 um 00:00 Uhr
Rommerskirchen
Vater folgt Sohn auf den Thron

Nettesheim-Butzheim (S.M.) Für Nettesheim und Butzheim ist es eine Sensation: Auch wenn die im Jahr 1300 gegründete St. Sebastianus-Bruderschaft die mit Abstand älteste im weiten Umkreis ist, ist es Brudermeister Johannes Fünger zufolge außer Bernhard Kirschner noch keinem Schützen gelungen, drei mal die Königwürde zu erlangen.

Gleichfalls ein Novum - zumindest in der Geschichte der 708-jährigen Bruderschaft - ist die Tatsache, dass der Vater dem Sohn auf dem Königsthron nachfolgt. Mit dem Krönungsball für Bernhard und Sophie Kirschner endete jetzt das Schützenfest.

Den Höhepunkt des Abends bildete die Blumenparade, bei der Vertreter der einzelnen Züge ihrem dreimaligen Königs- und erstmaligen Kaiserpaar gratulierten. Auch die weitere Nachfolge steht fest: Mit dem 71. Schuss holte Wolfgang Eßer vom Jägerzug „Gillbachstolz“ den Vogel von der Stange. Mit dem 46 Jahre alten Versicherungsfachwirt freuen sich seine Frau Gerda und die Söhne Simon (14), Ruben (13) und Stefan (12).

Bei der Verabschiedung des bisherigen Königspaars Klaus und Beate Kirschner hatte Johannes Fünger Bestnoten verteilt: Gemeinsam mit den „Gillbachschützen“ hätten die beiden „ein ereignisreiches und wunderschönes Schützenfest gefeiert“, so der Brudermeister. Neben dem bisherigen Königs- und dem neuen Kaiserpaar galt die Aufmerksamkeit den Jubilare und anderen verdienten Schützen.

Das Silberne Verdienstkreuz konnten Jürgen Schmitz, Josef Hilgers und Thomas Biesenbach entgegen nehmen. Jürgen Schmitz erhielt die Auszeichnung des Bunds der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften für seine Arbeit in der Schießabteilung der Bruderschaft. Der Nettesheimer Dachdecker Josef Hilgers hilft nicht nur fast jedem König beim Bau seiner Residenz.

Maßgeblich war für Hilgers’ Auszeichnung sein Engagement bei der Restaurierung des Heiligenhäuschens an der Kapellenstraße, das er und seine Mitarbeiter mit einem komplett neuen Dach versahen. Thomas Biesenbach ist Schreinermeister von Beruf und hat ebenfalls an der Renovierung mitgewirkt.

Besonders würdigte Fünger beim Schützenfest den langjährigen Schießmeister Willi Schmitz, in dessen 15 Jahre währender Ära, die Schießabteilung der Bruderschaft einen Aufschwung nahm: Dies gilt insbesondere für den Schützen-Nachwuchs, denn nicht weniger als zwölf Mal kam der Bezirksschülerprinz aus Nettesheim-Butzheim, wobei die Bruderschaft fünf Mal den Bezirksprinzen stellen konnte.

Den Jubilarreigen führten die Brüder Franz und Karl Grommisch an, die seit mittlerweile 60 Jahren der Fahnenkompanie angehören. Sein Goldjubiläum feiern konnte der ehemalige Schützenkönig Theo Kamp. Gleichfalls seit einem halben Jahrhundert mit von der Partie sind Heinz Nix und Fred Cremer. „Prominentester“ Goldjubilar ist der neue König Bernhard Kirschner.

Seit vier Jahrzehnten bei der St. Sebastianus- Bruderschaft an Bord ist Karl-Anton Ritz. Auch er war schon einmal König und hatte in den 80-er Jahren sogar das Amt eines Bundesjungschützenmeisters inne. Karl-Heinz Hahn, der bei den St. Hubertus-Schützen in Straberg seine Laufbahn startete, ist gleichfalls sei 40 Jahren Mitglied einer Bruderschaft. Gleiches gilt für Heinz Franke und Theo Breuer.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. September 2008 um 06:11 Uhr
 
 

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