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Bruderschaft

Schützenzüge

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Geschrieben von: Günther Neukirchen   
Mittwoch, den 05. September 2007 um 08:55 Uhr

Brauchtum:
Weiter Begriff im Bereich Pflege von Traditionen und Verbundenheit mit Heimat und Mitmenschen, den jeder einzelne Schütze anders definiert. Die Pflege desselben wird oft als Legitimation übermäßigen Alkoholkonsums und die nachfolgende Getränkekrankheit herangezogen.

Schützenfest:
Höhepunkt im Verlauf eines Schützenjahres. Zeitraum von ca. einer Woche in dem man alle Regeln des Alltags über Bord wirft und einfach nur gesellig mit anderen feiert. Wird im Allgemeinen nur durch lästige Umzüge, Paraden oder Reden unterbrochen.

Schütze(n):
Äußerlich eher unauffällige Lebensform des Mitteleuropäers. Bevorzugter Lebensraum ist der linke Niederrhein. Tritt besonders von Mitte Mai bis Ende September in freier Wildbahn in Rudeln auf. Die restliche Zeit verbringt er mit Zusammenkünften in rauchigen Gaststätten oder Versammlungsräumen. Daher oft recht lichtscheu.

Schützenkönig:
Absoluter Höhepunkt einer Schützenlaufbahn. Repräsentiert mit seiner Gemahlin für ein Jahr die Bruderschaft. Wird durch Schießen auf hilfloses Geflügel ermittelt. Hat viele Rechte wie zum Beispiel das Recht Getränke aller Art zu jeder Zeit an Alle ausschänken zu dürfen.

Zug:
Keimzelle des Schützenlebens. Sammelbecken für gestrandete Existenzen die allein nicht überlebensfähig wären. Ziehen alle die gleichen Klamotten (Uniform) an und dann zusammen um die Häuser (Umzug).

Zugführer:
Wird durch die Mitglieder seines Zuges gewählt, manchmal auch ausgeguckt. Meist Leute die in keine Reihe passen oder psychisch vereinsamt sind.

Spieß:
Mutter der Kompanie. Achtet penibel auf die Disziplin innerhalb seines Zuges und belohnt Verstöße gegen die geltenden Regeln mit teilweise drakonischen Strafen. Anforderung an den Posten: Mangel an Toleranz und Menschlichkeit.

Zugkönig:
Wird zugintern einmal jährlich ermittelt. Ein Amt mit wenig Rechten dafür mit umso mehr Pflichten z.B. der Versorgung seines Zuges mit Essen, Getränken und Tabak bei diversen Veranstaltungen.

Regiment:
Begriff für alle Züge eines Schützenvereins. Rudelbildung von Schützen. Ist schwer zu lenken und nur durch laute Musik in Gang zu setzen. Tritt nur anlässlich der Umzüge zum Schützenfest auf.

Oberst /Adjutant:
Meist zwei Fußkranke die auf Pferden reiten um den Umzug nicht selbst bewältigen zu müssen. Der Oberst sollte eine laute Stimme haben die man auch nach tagelangem Gebrüll unter erschwerten Bedingungen (Bier und Tabakkonsum) noch verstehen kann. Der Adjutant muss meist nur ein nettes Gesicht haben, einen guten Eindruck machen.

Umzüge:
An einigen Tagen im Jahr ziehen Schützen, bekleidet mit merkwürdigen, bunten, völlig aus der Mode gekommenen Klamotten und großem Krach aus lautstarken Instrumenten um die Häuser. Hierbei handelt es sich um eine alte Tradition deren tieferer Sinn verloren gegangen ist, die aber bereits in der Bibel erwähnt wird. „Sie liefen ziellos umher und trugen seltsame Gewänder …“ MarschmusikUnabdingbarer Bestandteil eines Schützenumzuges um die Schützen zum Gleichschritt zu animieren. Erinnert in Lautstärke und Rhythmus oft an Sklavengaleeren.

Parade:
Abschluss und Höhepunkt eines Umzuges, bei dem die Teilnehmer unter sichtbar hohem körperlichen Einsatz im Stechschritt an der Ehrentribühne vorbei marschieren.

Stechschritt:
Unnatürliche Art der Fortbewegung zwischen Gehen und Laufen. Wird bei Paraden zu Ehren des Königspaares verwendet. Akzeptanz bei den Schützen liegt zwischen Abneigung und Vorfreude.

 

Idee: St. Sebastianus Schützenverein Oberbilk
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. März 2008 um 14:01 Uhr
 
 

Schützenkönige